Interview im Belgischen Rundfunk

Herzlichen Dank Hans Reul für das schöne Interview in der Klassikzeit vom 18.08.20.
Die Themen: Festival Junger Künstler, Bayreuth und die Online Trilogie in Zeiten von Corona.
Viel Vergnügen beim Hören!
Klassikzeit im BRF1

Carmen Stefanescu, Köln, Piano

Carmen Stefanescu wurde in Bukarest, Rumänien geboren. Mit vier Jahren erhielt sie den ersten Klavierunterricht, zwei Jahre später wurde sie ins „Liceu de musica“ ihrer Heimatstadt aufgenommen. Nach der Flucht ihrer Familie nach Deutschland setzte sie ihre pianistische Ausbildung fort. Von ihrem 11. bis 17. Lebensjahr war sie Jungstudentin bei Professor Ulla Graf an der Hochschule für Musik Köln-Aachen, gewann zahlreiche Preise bei Wettbewerben und debütierte als Zwölfjährige mit dem Klavierkonzert in D-Dur von Felix Mendelssohn.

Schon früh interessierte Carmen Stefanescu sich für verschiedene Musikrichtungen abseits des klassischen Repertoires. Mit 18 Jahren unterbrach sie ihr Klavierstudium um neue Stilrichtungen auszuprobieren und ihr künstlerisches Betätigungsfeld zu erweitern.

Daraus entwickelte sich eine zehnjährige Karriere als Pianistin, Keyboarderin und Studiomusikerin verschiedener Rock- und Popbands mit denen sie weltweit tourte. So wurde sie zur Wanderin zwischen den musikalischen Welten.

Rolf Bischof, Köln, Violine

Rolf Bischoff

Rolf Bischoff studierte u. a. Violine und Kontrabass an den Musikhochschulen Köln, Detmold sowie historische Aufführungspraxis bei Anthony Woodrow in Amsterdam. Ebenso Jazz in New York, USA bei Attila Zoller. Konzerte und CD/DVD-Produktionen mit Concerto Köln, Accademia Amsterdam, Neue Philharmonie Frankfurt  ergänzen seine musikalischen Aktivitäten. Darüber hinaus ist er genreübergreifend als Tour- und Sessionmusiker mit David Garrett, Chris de Burgh, Jethro Tull u.a. tätig. 
Durch seine exzellente Musikalität und sein Einfühlungsvermögen ist Rolf einer der Haupt- Arrangeure für das Über-den-Wolken-Ensemble. 

Sarah Braasch, Linnich, Harfe

Sarah Braasch begann mit neun Jahren Harfe an der Clara Schumann Musikschule in Düsseldorf zu lernen und folgte damals schon ihrem Interesse an der Komposition und verschiedenen Instrumenten.  Sie studierte schließlich Harfe und Komposition am Conservatorium in Maastricht. Über Freunde und andere Musiker kam sie zur historischen Aufführungspraxis und spielt in verschiedenen Gruppierungen - sowohl klassisch, als auch Barock, Renaissance, Folk verschiedenster Länder und sogar eigene Werke. Den wohl prägendsten Einfluß im Bereich der Renaissance-Musik bringt die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Rolf Bischoff.
Sarah ist durch ihre vielSAITige Erfahrung überdies auch Urheberin einiger Arrangements des Über-den Wolken Ensembles.
 

Ralf Spengler, Eupen, Moderation

Ralf Spengler pendelt seit beinahe 2 Jahrzehnten als Sprecher und Sänger zwischen Aachen, Eupen und Köln. Dort arbeitet er u.a. im Sprecherensemble des Deutschlandfunks. Als freiberuflicher Sprecher ist er im wahrsten Sinne des Wortes ein Grenzgänger, auch zwischen den verschiedenen Genres. Ob Hörspiel, Werbung, Sachtext – alles „Sprachliche“ gehört zu seinem Metier. Musikalisch kommt er aus dem Bereich der Rockmusik, wo er von Jugend an als Schlagzeuger und Sänger in diversen Bands und Projekten mitwirkte. Als Moderator und Publikumsliebling fungierte er mehrfach im Literaturfestival "Seitenstraße" in Eupen, wo er seiner literarischen Neigung und seinem Hang zur Satire authentisch Ausdruck verlieh.
 

Als Gast: Luís Castellanos, Aachen

 

Luís Castellanos wurde in Bogotá, Kolumbien, geboren und erhielt den ersten Musikunterricht von seinem Vater. Im Alter von elf Jahren begann er mit dem Klavierspiel und wurde bald Preisträger der wichtigsten Musikwettbewerbe seines Heimatlandes. Er gab Konzerte in den großen Sälen der kolumbianischen Hauptstadt und wurde von Publikum und Fachpresse enthusiastisch gefeiert. Er war Jungstudent am Staatskonservatorium, wo er durch ausgezeichnete Studienleistungen ein Stipendium zum kostenlosen Studium erhielt. 

Im Jahre 2004 kam Luis Castellanos nach Deutschland und wurde in die Klasse von Prof. Ilja Scheps an der HfMT Köln / Aachen aufgenommen. Seinen Diplom-Abschluss erhielt er 2010 mit Auszeichnung und begann anschließend mit dem Masterstudium, das er 2012 erfolgreich abschloss. Im Juni 2014 spielte er mit dem Aachener Kammerorchester das Klavierkonzert Nr. 5 von Ludwig van Beethoven und gewann im darauf folgenden Herbst den ersten Preis beim Chopin-Wettbewerb in Kolumbien. Neben seiner pianistischen Laufbahn konnte er sich ebenso als Chorleiter etablieren und leitet derzeit vier Vokalensembles in Deutschland und Belgien. Zuletzt schloss er sein Orchester-Dirigat-Studium an der HfMT Köln erfolgreich ab. 

Im Rahmen seiner engen Zusammenarbeit mit der Botschaft der Republik Kolumbien in Berlin trat er beim Festival „Südamerika“ im Berliner Konzerthaus auf, wo er bedeutende Werke kolumbianischer Komponisten zum ersten Mal in Deutschland zu Gehör brachte. 2017 wurde er vom Internationalen Musikfestival von Cartagena eingeladen, sein Heimatland beim italienischen „Festival dei Due Mondi“ zu repräsentieren. Besonders am Herzen liegt ihm seine kammermusikalische Zusammenarbeit mit der Cellistin Soraya Ansari. Gemeinsam sind sie Stipendiaten der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung.

Ludwig Kuckartz, Eupen, Video, Sound

Ludwig Kuckartz - der Mann hinter der Bühne

Ob als Installations-, Sound-, Video- oder Lichtkünstler, Kuckartz zeichnet und inszeniert in einer eigenen, sanften Sprache Licht und Ton zu einem Gesamtbild. Er nutzt den Zufall zur Unterstützung des Ausdrucks seiner Wahrnehmung und seines Gefühls – arbeitet wie mit einem Trichter, an dem er ein Ventil für Eintritt und Austritt von Licht und Ton regelt. Musik, die nicht da ist, die man dennoch hört. Seiner feinsinnigen `Spielsucht´ folgt Kuckartz konzeptuell sehr vielseitig und realisiert diese in Ausstellungs-, Video- wie Theaterarbeiten gleichermaßen – seit Jahren auch in genreübergreifenden Musik-Video-Performanceprojekten wie „milbensicher“ und „sonne_bad“ und "Über den Wolken".

Vier Jahre in Folge war Ludwig Kuckartz bei der OSTRALE in Dresden, einem der größten Festivals für zeitgenössische Kunst in Europa, mit Installationen vertreten. Der Betrachter ist bei Ludwig Kuckartz‘ Arbeiten ein Teilnehmer und Mitgestalter eines „weiträumigen“ künstlerischen Erlebnisses." (Dr. Martin Müller)

Chor DA CAPO

D         -          Dynamnisch, der musikalische Funke springt über.
A         -          Abwechslungsreich - ist das Repertoire, das die Sänger
                       mit dem Dirigenten Luis

C         -          Castellanos erarbeitet haben.
A         -          Altersgemischt, in Alt, Sopran, Bass und Tenor
P         -          Proben am Freitagabend, die Soziale Dimension
                       ist hoch im Kurs
O         -          Optimistisch, offen für neue Herausforderungen


Es war für uns aufregend schön, mit Irmke eine neue Herausforderung anzunehmen.